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Fakten über Landminen
2005 fand der Landmine Monitor heraus, dass mindestens 84 Länder und acht Regionen von Landminen und nicht-explodierten Kampfmitteln betroffen sind. 54 dieser betroffenen Staaten sind Vertragsstaaten des Minenverbotsvertrags.
2005 wurde vermutet, dass über 200.000 qkm Land weltweit von Landminen und nicht explodierten Kampfmitteln betroffen sind.
Bis heute gibt es weltweit schätzungsweise 300.000 bis 400.000 Menschen, die einen Minenunfall überlebt haben. Obgleich eine genaue Erhebung der jährlichen Zahl an Unfällen mit Landminen kaum möglich ist, schätzt der Landmine Monitor aufgrund der verfügbaren Daten die Zahl der Landminenopfer auf 15.000 bis 20.000 pro Jahr.
2005 gab es 7.328 neu gemeldete Landminenunfälle in 58 verschiedenen Ländern. Das ist ein Anstieg um elf Prozent gegenüber der Zahl gemeldeter Landminenunfälle 2004. Darüber hinaus schätzt der Landmine Monitor, dass es in 16 Ländern und einer Region neue Unfälle mit explosiven Kampfmittelrückständen („explosive remnants of war“) gab. 11 dieser Staaten registrierten im Vorjahr keine Unfälle mit explosiven Kampfmittelrückständen.
Seit Mai 2004 haben drei Regierungen den Einsatz von Antipersonenminen bestätigt: Myanmar (Burma), Nepal und Russland. Die Regierung von Nepal hat den Einsatz von Minen eingestellt, seitdem im Mai 2006 ein entsprechender Verhaltenskodex mit den maoistischen bewaffneten Gruppen unterschrieben worden ist.
Über den Einsatz von Antipersonenminen und minenähnlich wirkender selbstgebastelter Sprengkörper durch nicht-staatliche bewaffnete Akteure wurde in mindestens dreizehn Ländern berichtet. Betroffen sind fünf V ertragsstaaten (Burundi, Kolumbien, Philippinen, Türkei und Uganda) sowie acht Nichtvertragsstaaten (Georgien, Indien, Irak, Myanmar, Nepal, Pakistan, Russland/Tschetschenien und Somalia).
Weiterhin produzieren 13 Länder Antipersonenminen: Myanmar/Burma, China, Kuba, Indien, Iran Nordkorea, Südkorea, Nepal, Pakistan, Russland, Singapur, USA und Vietnam.
Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Handel mit Antipersonenminen faktisch zum Erliegen gekommen. In den letzten zehn Jahren wurden Antipersonenminen ausschließlich illegal auf einem niedrigen Niveau bzw. uneingestandenen weitergegeben.
Vor dem Minenverbotsvertrag lagerten 131 Staaten über 260 Millionen Antipersonenminen in Militärbeständen. Heute werden nach Schätzungen des Landmine Monitor in 54 Ländern über 180 Millionen Antipersonenminen gelagert.
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Published
12/06/2007 12:00 am
Last updated
12/06/2007 12:37 pm
by Administrator User
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